Invasive Arten in Deutschland offiziell zum Töten freigegeben

Eintrag von Tierheim am 06.08.17 um 0:00 Uhr •

 

Nach dem Deutschen Bundestag hat am 31. März 2017 auch der Bundesrat die Vorlage zur Änderung des Naturschutzgesetzes sowie des Jagdgesetzes durchgewunken und damit die EU-Verordnung 1143/2014 in Deutschland offiziell umgesetzt. Bei der Verordnung handelt es sich um ein Management­-Konzept aus Brüssel, das die Ausbreitung invasiver Tier- und Pflanzenarten eindämmen soll.

Während der Deutsche Tierschutzbund und der Landesverband Bayern e.V. das Vorhaben, invasive Arten besser kontrollieren zu wollen, grundsätzlich begrüßt, lehnt er die nun eingeführten Managementmaßnahmen vehement ab. Diese schließen neben Import- und Haltungsverboten nämlich auch töd­liche Maßnahmen ausdrücklich mit ein. Zudem dürfen die gelisteten Arten künftig auch in Zoos, Tierheimen und Auffangstationen nicht mehr gehalten werden.

Bestehende Bestände müssen innerhalb von 24 Monaten abvermittelt oder eingeschläfert werden.

Der Deutsche Tierschutzbund als auch der Landesverband Bayern e.V. wird dieser Aufforderung ausdrücklich nicht nachkommen, da das grundlose Töten von Tieren einen Verstoß gegen § 1 Tierschutzgesetz (vernünftiger Grund) darstellt und zudem den Vereinssatzungen unseres Dachverbandes und der Tierschutzvereine widerspricht.

Sollten Tötungsanordnungen erlassen werden, wird der Landesverband sich diesen widersetzen und sich den Rechtsweg Vorbehalten.

Der Tierschutzverein Regensburg u.U.e.V. schließt sich der Stellungnahme des DTSchB und des LV Bayern e.V.an.
 
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Hamster Freunde gesucht!!!

Eintrag von Tierheim am 05.08.17 um 8:26 Uhr •

Liebe Hamster-Freunde,
wir bekommen in Kürze mehrere Hamster, die ein schönes Zuhause suchen. Bei Interesse bitte bei uns im Büro melden, Tel. 0941/85271 DANKE!

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Pressemeldung 06.07.2017 - Protest gegen Circus Voyage

Eintrag von Tierheim am 08.07.17 um 0:00 Uhr •

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Der Deutsche Tierschutzbund und seine Mitgliedsvereine rufen zum Protest gegen den Circus Voyage auf, der beispielhaft für alle Zirkusunternehmen mit Wildtieren steht. Das Unternehmen  führt aktuell u.a. vier afrikanische Elefanten, ein Flusspferd und zwei Giraffen mit sich. Damit ist der Zirkus einer von rund 50 in Deutschland, der Wildtiere in seinem Programm vorführt. Diese stellen jedoch besonders hohe Ansprüche an ihre Haltung und Unterbringung, die in einem fahrenden Zirkusunternehmen nicht zu erfüllen sind. Der Deutsche Tierschutzbund fordert daher im Rahmen der Kampagne „Wildtiere sind keine Zirkustiere“ ein Wildtierverbot in Zirkussen.
 
„Die ständigen Transporte, zu kleine Gehege, mangelnde Beschäftigung und tierschutzwidrige Dressur führen bei Wildtieren im Zirkus zu massiven Gesundheitsschäden und schweren Verhaltensstörungen“, erklärt James Brückner, Referent für Artenschutz beim Deutschen Tierschutzbund.
 
Selbst wenn sich ein Unternehmen an die Vorgaben der Zirkusleitlinien des Bundeslandwirtschaftsministeriums hält, bedeutet dies keine artgerechte Haltung, denn deren Vorgaben können die Bedürfnisse der Tiere nicht einmal ansatzweise sicherstellen und sind im Vergleich zu anderen Haltungen, wie etwa in Zoos, erschreckend gering. Die geradezu winzigen Außengehege bieten in der Regel kaum Abwechslung oder artgemäße Beschäftigung. Das immer wieder herangezogene Argument, dass Wildtiere im Zirkus durch Dressur und Auftritte körperlich und geistig gefordert werden, hält einer wissenschaftlichen Betrachtung nicht stand. Bestimmte Tierarten wie Flusspferde oder Giraffen, wie sie auch der Circus Voyage mitführt, können zudem gar nicht für Kunststücke ausgebildet werden. Als reine Schautiere besteht ihre einzige Beschäftigung darin, die Manege zu umrunden oder auf ein Podest zu steigen. Den Rest der Lebenszeit verbringen die Tiere in den unzureichenden Zirkusgehegen oder im Transportwagen.
 
Protest anlässlich der Gastspiele
Anlässlich eines Gastspiels des Circus Voyage, hatte sich der Tierschutzverein für Berlin im April an einer großen Demonstration gegen das Leid von Wildtieren in Zirkussen beteiligt und zum Protest aufgerufen. In den kommenden Wochen und Monaten wird der Circus Voyage nun in Bad Oeynhausen, Cloppenburg, Oldenburg, Bremen und Wilhelmshaven gastieren. Der Deutsche Tierschutzbund und seine örtlichen Mitgliedsvereine appellieren an die Bürger vor Ort, die Wildtierhaltung in Zirkussen nicht zu unterstützen und von einem Besuch abzusehen. „Dass Wildtiere uns faszinieren, ist nur verständlich; im Zirkus sind sie jedoch nur Karikaturen ihrer Selbst“, meint Brückner. „Dass sie ausschließlich zur Belustigung des Publikums leiden müssen, ist nicht mehr zeitgemäß, Tradition hin oder her.“
 
Hinweis an die Redaktionen:
Mehr Informationen zur Kampagne „Wildtiere sind keine Zirkustiere“ unter: www.tierschutzbund.de/kampagne-zirkus
 
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Bildunterschrift: Mit seiner Kampagne „Wildtiere sind keine Zirkustiere“ protestiert der Deutsche Tierschutzbund gegen die Wildtierhaltung im Zirkus.
Bildunterschrift: Flusspferde, wie hier im Circus Voyage, sind reine Schautiere.
Copyright: Deutscher Tierschutzbund e.V. / M. Marten 

Mit freundlichen Grüßen
Presseabteilung
Deutscher Tierschutzbund e.V.
In der Raste 10
D-53129 Bonn
Tel: +49-(0)228-6049624
Fax: +49-(0)228-6049641
 
 
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Tierische Attraktionen gelten als Urlaubermagnet: Egal ob Souvenirfoto mit einem Wildtier, der Ritt auf einem Elefanten oder die Vorführung von Tieren in Shows und Arenen – das Angebot ist groß. Dass sich hinter dahinter in vielen Fällen Tierschutzprobleme verbergen, ist Touristen oft nicht bewusst. Auch tierische Souvenirs sind mit Tier- und Artenschutzproblemen verbunden. Der Deutsche Tierschutzbund informiert zum Start der Urlaubssaison darüber, welche tierschutzwidrigen Praktiken sich hinter den vermeintlichen Touristenattraktionen verbergen.
 
„Wer hinter die Kulissen von tierischen Souvenirfotos und Shows blickt, sieht, dass die Tiere allein der Touristen-Belustigung dienen, während sie selbst ein Leben voller Entbehrungen fristen“, erklärt James Brückner, Referent für Artenschutz beim Deutschen Tierschutzbund. „Wir appellieren an alle Urlauber, das Leid der Tiere nicht zu unterstützen. Nur wenn Reisende entsprechende Angebote meiden, lassen sich Verbesserungen für die Tiere vor Ort erreichen.“
 
Obwohl einige Reiseveranstalter entsprechende Attraktionen bereits aus dem Programm genommen haben, sind Nachfrage und Angebot nach wie vor groß. Vielen Touristen ist dabei nicht bewusst, dass etwa Elefanten bei ihrer „Ausbildung“ zum Reittier unterworfen werden müssen, was mit Anketten, Fesseln und Schlägen erreicht wird. Der Besuch von Delfinshows und das Schwimmen mit Delfinen fördern die fragwürdige Gefangenschaftshaltung dieser Tiere und indirekt auch den Fang freilebender Delfine, wie bei den blutigen Treibjagden im japanischen Taiji. Ebenso blutig sind auch Tierkämpfe, wie der Stierkampf, der neben Spanien auch in Frankreich, Portugal, Mexiko und Brasilien verbreitet ist.
 
Tierschutzprobleme birgt auch ein auf den ersten Blick niedliches Foto mit einem Wildtier: Das ständige Anfassen durch fremde Menschen stresst die Tiere enorm. Viele wurden als Jungtiere gefangen und ihre Mütter getötet. Bei nachgezüchteten Löwenjungen, die gerne als Fotomotiv zum Einsatz kommen, ist es zum Beispiel in Südafrika keine Seltenheit, dass die halbzahmen Tiere beim „Canned hunting“ für Jagdtouristen zum Abschuss freigegeben werden, sobald sie älter und damit für Fotomotive nicht mehr brauchbar sind.
 
Weil jedes freigekaufte Tier sofort durch ein anderes ersetzt wird, raten die Tierschützer auch vom Freikaufen eines Tieres ab. Die skrupellosen Tierhändler leben von der Hilfsbereitschaft der Touristen und machen damit großen Profit. Nicht zu vergessen sind auch Tierqual-Souvenirs, wie Taschen aus Krokodilleder, Pelze, Korallen oder Schnitzereien aus Elfenbein, deren Einfuhr illegal ist und auf die tierliebe Urlauber auch aus Artenschutzgründen lieber verzichten sollten.
 
DU UND DAS TIER, das Mitgliedermagazin des Deutschen Tierschutzbundes, berichtet darüber, wie Tiere als Touristenattraktionen vermarktet werden: www.duunddastier.de/tierisches-fotomodell
 
 
Bildmaterial 
Bildunterschrift: Delfine werden zur Unterhaltung des Publikums in Shows vorgeführt. Touristen sollten solche Attraktionen meiden, um die Gefangenschaftshaltung dieser Tiere nicht zu unterstützen. Copyright: Deutscher Tierschutzbund e.V. 

Mit freundlichen Grüßen
Presseabteilung
Deutscher Tierschutzbund e.V.
In der Raste 10
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Kommentar - nationale Nutztierstrategie

Eintrag von Tierheim am 04.07.17 um 0:00 Uhr •

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt hat heute seine nationale Nutztierstrategie öffentlich gemacht. Dazu kommentiert Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes:
 
„Wir sind froh, dass unsere langjährige Forderung nach einer nationalen Strategie, wie die Zukunft der landwirtschaftlichen Tierhaltung mit mehr Beachtung des Tierschutzes gestaltet wird, endlich aufgenommen wird. Aber wer diese in den letzten Sitzungstagen, ja Sitzungsstunden des Deutschen Bundestages vor der Bundestagswahl vorstellt und so die Chance auf eine Gesetzesinitiative verstreichen lässt, der setzt sich dem Vorwurf aus, es nicht ernsthaft zu wollen, sondern nur für den Wahlkampf gerüstet zu sein.
 
Aus Tierschutzsicht gibt es dringenden Handlungsbedarf in den Ställen und die Gesellschaft erwartet einen besseren Umgang mit den Tieren. Es wird Zeit, dass endlich wirklich alle Fördergelder auf das Ziel „mehr Tierschutz“ ausgerichtet werden, denn die vielen umstellungswilligen Landwirte brauchen diese Planungssicherheit. Es mag ja sein, dass sich der Bundesminister mit 130 Millionen Fördersummen für Forschung und Innovation rühmt, aber für die Zukunft werden erheblich größere Summen benötigt, um die Landwirte bei der Umstellung auf tiergerechtere und innovative Haltungsverfahren zu unterstützen. Dazu muss der Bundesminister eine konkrete Antwort liefern.
 
Es ist auch wichtig und richtig, die Maßnahmen des Bundes, der Länder und der Kommunen auf das gemeinsame Ziel auszurichten. Es bleibt aber scharfe Kritik: Der Bundesminister hat viel zu spät, wider besseren Wissens mit diesen strategischen Planungen begonnen. Das hat zur Folge, dass eben alles zu unkonkret bleibt, besonders bei Zeitachse und Fördersummen, und das Thema nun dem Wahlkampf ausgeliefert ist. Es gibt genügend Expertise und Beispiele für direkt umsetzbare Tierschutzmaßnahmen, wie die Ergebnisse der Tierschutzpläne der Länder, im Besonderen der Tierschutzplan Niedersachsen, zeigen, aber auch das Tierschutzlabel des Deutschen Tierschutzbundes.
 
Es ist sicherlich hilfreich für den Wahlkampf, die eigenen Leistungen zu rühmen. Aber das Getane reicht nicht, für die Zukunft braucht es viel mehr Mut.
 
Unsere Hoffnung ruht, wie beim staatlichen Tierwohllabel, jetzt darauf, dass die neu gewählte Bundesregierung sich unverzüglich des Themas annimmt und es nicht wieder zeitlich verschleppt wird. Wir brauchen eine nationale Nutztierstrategie. Daran halten wir fest und mit der Vorlage des Bundesministers kommen wir der Umsetzung näher, wenn auch Chancen in der Vergangenheit verspielt wurden, schon weiter vorangekommen zu sein.“
 

Mit freundlichen Grüßen
Presseabteilung
Deutscher Tierschutzbund e.V.
In der Raste 10
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Tel: +49-(0)228-6049624
Fax: +49-(0)228-6049641
 
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Nach wie vor sterben hunderttausende Mäuse in Tests für Botulinumtoxin, besser bekannt als Botox. Im Rahmen einer europaweiten Botox-Aktionswoche (26. Juni bis 1. Juli), fordert der Deutsche Tierschutzbund ein Ende der grausamen Versuche - gemeinsam mit anderen Organisationen der European Coalition to End Animal Experiments (ECEAE), einer Allianz europäischer Tierschutzorganisationen gegen Tierversuche. Im Fokus des diesjährigen Botox-Protestes steht Nestlé. Das Unternehmen bezieht seine Botox-Produkte vom Hersteller Ipsen, der nach Kenntnis der Tierschützer nach wie vor im Tierversuch testet.
 
„Fühlende Lebewesen sterben einen qualvollen Tod - allein für ein Produkt, das überwiegend zur Glättung von Falten zum Einsatz kommt – das ist nicht akzeptabel“, sagt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. „Wir können nur an Nestlé appellieren, den Verkauf der Botox-Produkte einzustellen und den Einsatz alternativer Prüfverfahren voranzutreiben, indem beim Hersteller Ipsen entsprechender Druck aufgebaut wird. Ansonsten macht sich Nestlé mitverantwortlich am Leid der Tiere.“
 
Das Schweizer Lebensmittelunternehmen Nestlé ist mit dem Botox-Produkt Azzalure groß ins Antifaltengeschäft eingestiegen. Während einige Botox-Hersteller schon tierversuchsfreie Testmethoden nutzen, verkauft Nestlé Produkte des Herstellers Ipsen, für die noch keine tierversuchsfreien Tests zugelassen sind. Obwohl Ipsen seit Jahren betont, an tierversuchsfreien Alternativen zu arbeiten, nutzt der in Großbritannien angesiedelte Hersteller nach Kenntnis der Tierschutzverbände nach wie vor Mäusetests. Jede Produktionseinheit Botox wird dabei im sogenannten LD50-Test geprüft. Gruppen von Mäusen bekommen verschiedene Dosen Botox in die Bauchhöhle injiziert, um die Dosis zu ermitteln, welche 50 Prozent der Tiere tötet. Dieses Prozedere ist mit enormem Leid verbunden: Die Mäuse ersticken langsam durch die Lähmung ihrer Atemmuskulatur.
 
Anders als Ipsen zeigen einige Hersteller von Botox bereits, dass es auch ohne Tierversuche geht: Beharrliche öffentliche Proteste hatten dazu geführt, dass die Marktführer Allergan und Merz seit 2011 bzw. 2015 anstelle von Tierversuchen Tests mit menschlichen Zellen nutzen.
 
Botox fällt nicht unter das Tierversuchsverbot für Kosmetika
Botox ist ein von Bakterien produziertes Gift, das in geringem Umfang auch für medizinische Zwecke zum Einsatz kommt. Es ist aber vor allem für seine kosmetische Anwendung zur Reduzierung von Falten bekannt. Obwohl die EU seit 2013 verbietet, Kosmetika zu produzieren oder importieren, die an Tieren getestet wurden, gilt dieses Verbot nicht für Botox. Der Grund ist ein Schlupfloch im Gesetz: Botox wird injiziert und nicht auf die Haut aufgetragen, weshalb es sich nach gesetzlicher Definition nicht um ein kosmetisches Produkt handelt.
 

Mit freundlichen Grüßen
Presseabteilung
Deutscher Tierschutzbund e.V.
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