Der Deutsche Tierschutzbund zieht im ersten Halbjahr 2016 ein positives Fazit für das Tierschutzlabel „Für Mehr Tierschutz“: Neue landwirtschaftliche Betriebe, mehr Vertriebspartner und weitere Markenlizenznehmer belegen den Wachstumstrend für das zweistufige Label. Das Angebot an Kaufalternativen für jene, die statt pflanzlicher Alternativen weiterhin Fleisch oder tierische Produkte verzehren wollen, steigt damit ebenso stetig. Nach der aktuellen Ausweitung des Tierschutzlabels auf Legehennen und der damit verbundenen Verfügbarkeit von Eiern mit dem Label bundesweit in großen Regionen sollen auch die Milchkühe in den nächsten Monaten ins System integriert werden. Während auch die Premiumstufe Schwein stetig wächst, bleibt die Einstiegsstufe Mastschwein derzeit noch eine Herausforderung. Im Bereich Masthuhn bleibt es stabil, einzelne Händler haben u.a. ganze Hähnchen ohne Label komplett aus dem Sortiment genommen und durch gelabelte Ware ersetzt.

Neben der steigenden Verfügbarkeit in den Sortimenten ist der Labelprozess auch ein politischer Erfolg: So hat mit der Einführung des Labels die Debatte um Kennzeichnung und gesetzliche Haltungsvorschriften „katapultartig“ zugenommen. Aktuell prüft Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt die Einführung eines staatlichen Siegels für Tierschutz.

LIDL plant für den Herbst regional den Ausbau des Labelangebots im Bereich Masthühner. ALDI Süd listet als Aktion Anfang Juni Geflügel-Produkte mit dem Tierschutzlabel ein. Die regionale Verfügbarkeit von Tierschutzlabel-Produkten von Mastschweinen und –hühnern bei Vollsortimenten (EDEKA Minden-Hannover, EDEKA Südwest, famila Neumünster, Kaufland, Hit, citti-Märkte, Marktkauf, real) steigt ebenso wie bei weiteren Discountern (Netto, np. discount). Durch die Ausweitung des Tierschutzlabels auf Legehennen, sind Eier aus der Einstiegs- und Premiumstufe mittlerweile in größeren Regionen bei EDEKA Südwest, Famila, Globus, Hit und LIDL verfügbar. Zudem konnte mit Toni’s Handels GmbH ein weiterer Markenlizenzvertrag abgeschlossen werden: Damit steigt absehbar die Verfügbarkeit von Eiern mit dem Tierschutzlabel.

Damit immer mehr Tiere in der Landwirtschaft von Verbesserungen in der Haltung, bei Transport und Schlachtung profitieren, wird der Deutsche Tierschutzbund das Tierschutzlabel auch auf Milchkühe ausweiten. Geplant ist, dass bis Herbst 2016 die Kriterien feststehen und erste Zertifizierungen zum Jahreswechsel durchgeführt werden.

Die Umstellung von konventionellen Stallbauten für Mastschweine auf eine tiergerechtere Haltung im Rahmen der Einstiegsstufe ist  herausfordernd. Es zeigt sich, dass die üblichen Warmställe mit Vollspaltenböden nur mit großem Aufwand für eine deutliche Weiterentwicklung in Richtung mehr Tierschutz geeignet sind.  Fachleute des  Deutschen Tierschutzbundes arbeiten gemeinsam mit den engagierten Landwirten und Vermarktungspartnern an Lösungen, um auch für Mastschweine in solchen konventionellen Ställen deutliche Verbesserungen zu erreichen. Das gelingt, wenn auch nicht so rasch, wie es wünschenswert wäre.


Mit freundlichen Grüßen
Presseabteilung
Deutscher Tierschutzbund e.V.
In der Raste 10
D-53129 Bonn
Tel: +49-(0)228-6049624
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Pressemeldung 01.06.2016 - Deutscher Tierschutzpreis 2016

Eintrag von Tierheim am 01.06.16 um 0:00 Uhr •

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Auszeichnung für Tierschützer und Tierschutzprojekte
 
Für die Verleihung des diesjährigen Deutschen Tierschutzpreises sucht der Deutsche Tierschutzbund gemeinsam mit den Zeitschriften FUNK UHR und Super TV und unterstützt von Whiskas und Pedigree Menschen, die sich mit viel Liebe und Engagement für Tiere und Tierschutzprojekte einsetzen. Zugelassen sind sämtliche Themen, vom praktischen Tierschutz bis zur Tierschutzpolitik - für alle Tierarten. Für den Preis nominiert werden können sowohl Einzelpersonen, als auch Personen in Vereinen oder in anderen Initiativen. Bewerbungen sind bis zum 10. Juli möglich. Als Teil der Jury unterstützt Stefanie Hertel, Tierschutzbotschafterin des Deutschen Tierschutzbundes, den Preis.
 
Als treuer Begleiter, Trainingspartner, Schmusekatze oder auch Seelentröster geben Tiere ihren Haltern viel. Zahlreiche Menschen möchten dafür etwas zurückgeben und setzen sich mit Herzblut und Ideenreichtum für Tierschutzprojekte ein: Sie versorgen kranke oder verwaiste Wildtiere in Auffangstationen, gewöhnen als „Katzenstreichler“ scheue Tierheimtiere an die Nähe des Menschen oder betreuen Taubenhäuser in Großstädten.
 
Der Preis soll besonders engagierte Menschen ehren und gleichzeitig den Tieren helfen. Daher sind die Plätze eins bis drei mit insgesamt 6.000 Euro dotiert, die in die Tierschutzprojekte der Gewinner einfließen sollen. Zusätzlich wird auch dieses Mal ein tierschützerisches Lebenswerk mit weiteren 1.000 Euro prämiert. Gemeinsam mit den Zeitschriften FUNK UHR und Super TV und unterstützt von Whiskas und Pedigree, die unter anderem die Preisgelder stiften, verleiht der Deutsche Tierschutzbund den Preis 2016 bereits zum zwölften Mal.
 
Engagierte Tierschützer gesucht
Wer einen engagierten Tierschützer - oder sich selbst - für den Deutschen Tierschutzpreis vorschlagen möchte, kann das tierschützerische Engagement auf maximal einer DIN-A4-Seite vorstellen und mit bis zu drei verschiedenen Fotos an die FUNK UHR senden: FUNK UHR-Redaktion, Kennwort: "Deutscher Tierschutzpreis", Rotweg 8, 76532 Baden-Baden oder per E-Mail an: tierschutzpreis@funkuhr.de. Einsendeschluss ist der 10. Juli 2016. Aus den eingereichten Vorschlägen wählt eine unabhängige Jury die Sieger aus.
 
Mehr Informationen:
 
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Bildunterschrift: Zum zwölften Mal wird der Deutsche Tierschutzpreis an Menschen verliehen, die sich in besonderem Maße für das Wohl der Tiere einsetzen.
 
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Pressemeldung 30.05.2016 - Internationaler Tag der Milch am 1. Juni

Eintrag von Tierheim am 30.05.16 um 0:00 Uhr •

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Deutscher Tierschutzbund fordert nachhaltige Milchmarktstrategie
 
Anlässlich des Internationalen Tages der Milch am 1. Juni, macht der Deutsche Tierschutzbund auf die Tierschutzprobleme aufmerksam, die der derzeit extrem niedrige Milchpreis verursacht: Erkrankungen der Milchkühe infolge einer Zucht auf immer höhere Milchleistung, die Schlachtung trächtiger Rinder und die Wertlosigkeit männlicher Kälbchen sind aus Sicht der Tierschützer nur einige der Tierschutzprobleme, die das System und der harte Preiskampf mit sich bringen. Die Tierschützer fordern deshalb den längst überfälligen Systemwechsel weg von Billigproduktion und hin zu mehr Tierschutz. Der Deutsche Tierschutzbund ruft daher vom 30. Mai bis 5. Juni 2016 die Aktionswoche „Billigmilch-Protest“ bei Facebook aus, die Verbraucher über Hintergründe informiert und zum Umdenken anregt. Mehr Informationen zur Kampagne: www.tierschutzbund.de/billigpreise
 
„Die Grundursache für den Preisverfall ist ein Überangebot an Milch. Der harte Preiskampf wird jedoch auf dem Rücken der Tiere ausgetragen, denn an Tierschutz wird gespart. Da nützen keine kurzfristigen Hilfspakete. Wir fordern eine langfristige, nachhaltige Milchmarktstrategie, die auch dem Tierschutz einen hohen Stellenwert einräumt. Der ganze Prozess muss politisch gesteuert und vom Landwirt, dem Handel und auch dem Verbraucher aktiv begleitet werden“, sagt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. Letztlich seien die gesundheitlichen Probleme infolge der Hochleistungszucht und die Vernichtung von zehntausenden ungeborenen Kälbern bei der Schlachtung trächtiger Kühe eine Folge des Preisdrucks.
 
Um im Konkurrenzkampf auf dem Weltmarkt bestehen zu können, werden Milchkühe massiv ausgebeutet. Die Züchtung auf maximale Milchleistung bringt gesundheitliche Probleme mit sich: Die Tiere leiden unter Euterentzündungen, Stoffwechselstörungen und Klauenschäden. Die Lebenszeit ist mit durchschnittlich vier Jahren extrem verkürzt. Bei nachlassender Milchleistung werden die Kühe aus dem Bestand aussortiert und geschlachtet, wobei eventuelle Trächtigkeiten billigend in Kauf genommen werden. Die Spezialisierung auf das Zuchtmerkmal Milchleistung bringt außerdem mit sich, dass männliche Kälber von Hochleistungsrassen wirtschaftlich wertlos sind. Sie geben weder Milch, noch eignen sie sich als Mastrinder, weshalb sie früh geschlachtet werden.
 
Am heutigen Milchgipfel von Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt sowie in einer Debatte im Deutschen Bundestag diese Woche werden die Milchkrise und mögliche Lösungen debattiert. Der Verband fordert die Politik ausdrücklich auf, langfristig tragfähige Lösungen vorzulegen. Die bisherige Hilfspaket-Politik kann nur eine kurzfristige Unterstützung darstellen, die Ursachen der Problematik werden dabei nicht behoben.   
 
Aktion „Billigmilch-Protest“ soll Verbraucher aufklären
Neben Politik, Landwirtschaft und Handel ist auch der Verbraucher in der Pflicht, Milch nicht mehr als Billigprodukt zu sehen, sondern einen fairen Milchpreis zu akzeptieren. Der Deutsche Tierschutzbund erweitert daher seine Billigfleischkampagne um das Thema Milch und ruft vom 30. Mai bis 5. Juni 2016 die Aktionswoche „Billigmilch-Protest“ bei Facebook aus, die Verbraucher über Hintergründe informiert und zum Umdenken anregt.
 
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Pressemeldung 23.05.2016 - Vorsicht beim Mähen

Eintrag von Tierheim am 23.05.16 um 0:00 Uhr •

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Vorbeugung und Umdenken kann unzählige Tierleben retten
 
In diesen Tagen werden wieder vielerorts Wiesen und Weiden gemäht – eine gefährliche Zeit für unzählige Wildtiere, die in den Feldern ein vermeintlich sicheres Versteck gefunden haben. Schätzungen zufolge sterben durch die Mähfahrzeuge jährlich mindestens 500.000 Wildtiere - darunter allein 100.000 Rehkitze. Dabei können tausende Tiere vor dem grausamen Tod bewahrt werden, wenn Landwirte entsprechende Schutzvorrichtungen schon frühzeitig einsetzen, so der Deutsche Tierschutzbund. Ebenso ist ein Umdenken in der Landwirtschaft erforderlich: Durch angepasste Mahd haben Wildtiere mehr Chancen, sich aus den Wiesen und Feldern zurückzuziehen. Auch elektronische Hilfsmittel, zum Beispiel sogenannte „Wildretter“ können eingesetzt werden.
 
Neben Amphibien, Reptilien und unzähligen Insekten fallen vor allem Rehkitze, Junghasen sowie Jungvögel von Bodenbrütern der jährlichen Ernte zum Opfer. Die Gefahr, die von modernen Mähwerkzeugen auf den Feldern ausgeht, können die Tiere nicht abschätzen. Viele Wildtiere haben Felder und Wiesen als Unterschlupf gewählt. Besonders Ricken lassen im vermeintlichen Schutz des hohen Grases ihre Kitze zurück. Die Tiere sind angesichts des plötzlich auftretenden Lärms und dem Näherrücken von landwirtschaftlichen Maschinen hilflos. Geduckt geraten sie unter die scharfen Klingen der Mähmaschinen und erleiden schwere Verletzungen, die oftmals tödlich sind.
 
Maßnahmen zur Rettung der Wildtiere
Landwirte stehen hier in einer besonderen Verantwortung und sollten frühzeitig entsprechende Maßnahmen vorsehen. Möglichkeiten, um Wildtiere von Wiesen und Feldern zu vertreiben, gibt es viele: große Scheuchen mit blinkenden Bändern, Luftballons und Windräder sowie lautstarke „Wildretter“, die in regelmäßigen Abständen schrille Pfeiftöne erzeugen. Weitere technische Hilfsmittel sind mit Kameras und Infrarotdetektoren ausgestattete ferngesteuerte Fluggeräte, welche helfen können, Tiere aufzuspüren. Zudem besteht die Möglichkeit mit Förstern und Naturschützern oder Jagdpächtern den Zeitpunkt der geplanten Ernte zu koordinieren und dann im Vorfeld bevorzugte Vogelbrutplätze oder Ablageorte der Wildtiere gezielt zu kontrollieren. Wird man fündig, kann das Mähen entweder um einige Tage verschoben werden, bis die Jungtiere fluchtfähig sind, oder die Tiere werden aus der Wiese getragen, für die Zeit des Mähvorgangs gesichert und dann wieder freigelassen. Auch beim Mähen selbst gibt es schonende Möglichkeiten die Leben retten können: schon eine höher eingestellte Schnitthöhe schützt viele duckende Wildtiere. Wenn von innen nach außen gemäht wird, können zumindest einige Tiere fliehen.
 
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Bildunterschrift: Im Gras versteckte Hasen können Erntemaschinen zum Opfer fallen.
Copyright: Deutscher Tierschutzbund e.V./Masanneck
 

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Tierschutzbund - Heutiger Kommentar: Gericht bestätigt Kükentötung

Eintrag von Tierheim am 20.05.16 um 0:00 Uhr •

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Heute entschied das Oberverwaltungsgericht Münster, dass das Töten männlicher Eintagsküken aus Legehennenrassen in Brütereien nicht gegen das Tierschutzgesetzt verstößt.

Nachfolgend ein Kommentar von Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes:

„Der Tierschutz unterliegt wirtschaftlichen Interessen. Das ist angesichts eines Staatsziels Tierschutz nicht hinnehmbar. Wir können den nordrhein-westfälischen Minister Johannes Remmel nur ermuntern, weiter zu kämpfen. Und es ist nun an Bundesminister Christian Schmidt, ob er als Pate eines millionenfachen Kükenmordes in die Geschichte eingehen will oder ob er nun als Gesetzgeber konsequent handelt. Die bisher von ihm erdachte Lösung, die Geschlechtserkennung am Ei, mag ein Weg sein, der kurzfristig hilft. Grundursache für den Mord an männlichen Küken ist eine Zucht, die auf immer intensivere Nutzung ausgerichtet ist. Daher stellt sich die Systemfrage und da reicht als Antwort  keine technische Lösung, die nur ein Symptom bekämpft.“


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Über die Tötung sogenannter „Eintagsküken“ in Nordrhein-Westfalen (NRW) entscheidet heute das Oberverwaltungsgericht Münster. Mit einer Aktion macht der Deutsche Tierschutzbund vor dem Oberverwaltungsgericht auf die tierschutzwidrige Praxis aufmerksam, die allein wirtschaftliche Gründe hat. Gegen ein vom nordrhein-westfälischen Landwirtschaftsministerium 2013 ausgesprochenes Verbot der Tötung, hatten zwei Brütereien geklagt und in erster Instanz Recht erhalten. Die Tierschützer hoffen, dass die Richter im heutigen Berufungsverfahren im Sinne des Landwirtschaftsministeriums und des Tierschutzes entscheiden. Aktuell wartet der Verband noch auf die Entscheidung des Gerichts. Ein Verbot des millionenfachen Kükentötens würde das notwendige Ende einer auf Hochleistung spezialisierten und aus dem Ruder gelaufenen Intensivzucht beschleunigen.

Den positiven Vorstoß NRWs, das Töten der Eintagsküken per Erlass der zuständigen Ordnungsbehörden zu verbieten, hatte das Verwaltungsgericht Minden nach einer Klage zweier Brütereien aus den Kreisen Paderborn und Gütersloh unterbunden. Laut Gericht hat der Bundesgesetzgeber im Tierschutzgesetz keine Ermächtigungsgrundlage für einen solchen Erlass geschaffen. Forderungen der Tierschützer das Tierschutzgesetz entsprechend zu ändern, kam Bundesminister Schmidt bisher nicht nach. Die betroffenen Landkreise legten Berufung gegen die Gerichtsentscheidung ein.

„Der millionenfache Kükenmord ist die brutale Folge einer auf Intensivierung ausgerichteten Tierzucht“, kommentiert Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. „Dahinter steht dann auch die Systemfrage: Die Legehennenzucht ist aus dem Ruder gelaufen, nicht nur die Tiere, auch die Hühnerhalter sind diesem System ausgeliefert. Es braucht endlich eine politische Strategie und ein klares, gesetzliches Verbot der Tötung männlicher Eintagsküken.“

Jährlich werden bundesweit rund 45 Millionen männlicher Küken am ersten Lebenstag getötet - weil sie keine Eier legen, aufgrund der spezialisierten Zuchtlinie nicht ausreichend Fleisch ansetzen und somit wirtschaftlich „unbrauchbar“ sind. Statt eines Verbots setzt Bundesminister Schmidt auf die Methode der Geschlechtererkennung im Ei. Aus Tierschutzsicht kann das nur ein erster Schritt sein. Die Systemfrage löst das technische Verfahren jedoch nicht: Die Hennen der überzüchteten Legelinien bringen Höchstleistungen beim Eier legen, sind am Ende ihrer extrem verkürzten Lebenszeit vielfach ausgemergelt. „Das Kükentöten ist eben nur ein Kennzeichen einer völlig aus dem Ruder gelaufenen Tierhaltung“, sagt Schröder und fordert Konzepte, um aus der Intensivhaltung von Legehennen auszusteigen – etwa durch Rückkehr zu Zweinutzungshühnern und anderen, tiergerechten Haltungssystemen.

Bildmaterial:

Bildunterschrift: Mit Plakaten, Bannern und Hühner-Kostümen haben Tierschützer des Deutschen Tierschutzbundes heute vor dem Gebäude des Oberverwaltungsgerichts auf das millionenfache Töten aufmerksam gemacht, verteilten Flyer und Gadgets an Passanten.

Copyright: Deutscher Tierschutzbund e.V.
 
 
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